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Erster Start eines von Studenten entworfenen Satelliten in die Umlaufbahn

Erster Start eines von Studenten entworfenen Satelliten in die Umlaufbahn

Zum ersten Mal in der Geschichte der Weltraumforschung wird in diesem Monat ein Satellit in den Orbit gebracht, der von Teams europäischer Studenten gebaut wurde, die das Internet für eine einzigartige Zusammenarbeit genutzt haben. Die Frucht davon ist ein Satellit namens SSETI Express. Der Satellit wird vom Kosmodrom Plesetsk, das sich rund 800 km nördlich von Moskau befindet, mit dem russischen Trägerraketen Kosmos-3M in die Umlaufbahn gebracht, einem Fahrzeug mit geringer Kapazität, mit dem kleine Satelliten in die Umlaufbahn gebracht werden.

Der Satellit wurde von 23 Teams europäischer Universitätsstudenten unter der Aufsicht und logistischen Unterstützung der Ausbildungsabteilung der Europäischen Weltraumorganisation entworfen und gebaut. Das Erscheinungsdatum ist der 27. September.

SSETI Express (SSETI ist die Abkürzung für das Programm, das diese Zusammenarbeit finanziert hat: Student Space Exploration and Technology Initiative) ist ein kleines Raumschiff, ähnlich groß wie eine Waschmaschine (ca. 60x60x90 cm). Es wiegt ungefähr 62 Kilo.

Im Inneren des Raumfahrzeugs befinden sich drei Pico-Satelliten, die alle von den Schülern entworfen wurden. Sie wiegen jeweils ein Kilo und werden ihren Betrieb aufnehmen, sobald sich der SSETI Express im Orbit befindet, was einen weiteren Fortschritt für den Raumfahrtsektor darstellt. SSETI Express fungiert nicht nur als Teststandort für viele zukünftige Konstruktionen, einschließlich eines Systems zur Überwachung des Kaltgasverhaltens, sondern macht auch Fotos von der Erde und fungiert als Transponder Radio.

Am Tag des Starts von SSETI Express in den Orbit organisiert die Europäische Weltraumorganisation eine öffentlich zugängliche Veranstaltung auf der Space Expo (Noordwijk in den Niederlanden). Die Veranstaltung bietet eine Live-Übertragung des Starts in Plesetsk, Reden von Spezialisten, Workshops zu Aktivitäten für Kinder und Interviews. Die Livebilder werden auch an verschiedenen europäischen Universitäten und Forschungszentren ausgestrahlt.


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