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Wie man unsichtbar wird

Wie man unsichtbar wird

Ein Expertenteam schafft einen Unsichtbarkeitsumhang

Laut einem Artikel, der am 19. Oktober 2006 in BBC News veröffentlicht wurde, hat ein Team britischer und amerikanischer Forscher einen neuen Unsichtbarkeitsumhang im Labor erfolgreich getestet. Bei Tests an der Duke University in North Carolina verbarg das Gerät einen kleinen Kupferzylinder vor Mikrowellen.

Wie sichtbare Lichtwellen prallen Mikrowellen ab, wenn sie auf ein Objekt treffen, wodurch ihre Anwesenheit sichtbar wird und ein Schatten entsteht. Das Gerät lenkt die Mikrowellen um das Objekt herum ab und bringt sie an ihren Platz auf der anderen Seite zurück, als wären sie durch einen leeren Raum gegangen. Es ist ein ähnliches Verhalten wie das Flusswasser, das es umgibt, wenn es auf einen Felsen trifft, um sich auf der anderen Seite wieder anzuschließen.

Die Schicht besteht aus 10 Glasfaserringen, die mit Kupferelementen bedeckt sind, und wird als „Metamaterial“ klassifiziert: eine künstliche Verbindung, die so konstruiert werden kann, dass eine gewünschte Änderung der Richtung elektromagnetischer Wellen erzeugt wird. Auf diese Weise kanalisiert die Metamaterialschicht die Mikrowellen um das Objekt herum, als wäre es Wasser.

In Aussagen im BBC-Artikel erklärt Prof. Pendry, einer der Mitautoren der Studie: "Diese Materialien haben ein neues Kapitel im Bereich Elektromagnetismus aufgeschlagen."

Im Experiment haben die Wissenschaftler zunächst die Mikrowellen gemessen, die durch eine ungehinderte Ebene laufen. Dann platzierten sie einen Kupferzylinder in der Ebene und maßen die Störungen und die Streuung der Mikrowellen. Schließlich bedeckten sie den Zylinder mit dem Unsichtbarkeitsumhang und führten die Berechnungen erneut durch. Die Beschichtung verhinderte Störungen nicht vollständig, reduzierte jedoch die Anzahl der blockierten oder abgelenkten Mikrowellen erheblich.

Bei Mikrowellenfrequenzen muss die Erkennung nicht mit dem menschlichen Auge, sondern mit Instrumenten erfolgen. Ein Objekt vor den Augen einer Person verschwinden zu lassen, ist jedoch (vorerst) immer noch Science-Fiction.
Im Prinzip könnte dieselbe Theorie verwendet werden, um Objekte vor sichtbarem Licht zu verbergen, aber dies würde viel komplexere und winzigere Metamaterialstrukturen erfordern, was Wissenschaftler noch nicht herausgefunden haben.

Laut Pendry könnte die Nanotechnologie vielleicht in 5 oder 10 Jahren, wenn sie weiter fortgeschritten ist, erreicht werden, aber noch nicht heute.

In Bezug auf die Anwendungen der Studie bestätigen die Forscher, dass ein Objekt, wenn es vor Mikrowellenwellen verborgen werden kann, auch vor Radar verborgen werden kann, was aus militärischer Sicht interessant ist.

Es könnte auch verwendet werden, um Objekte vor Terahertz-Wellen zu verbergen, ein System, das in vielen Sensorerkennungstechnologien verwendet wird. und sogar von Handyfrequenzen und Magnetfeldern.

Quelle: BBC Technology News

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